Ingelheimer Störche

Die Störche sind wieder nach Ingelheim zurück gekehrt!

Es ist ein Anliegen der NSGI gefährdeten Tierarten beim Überleben zu helfen. So engagieren wir uns auch im Arbeitskreis Rheinauen-Storch, einem Zusammenschluss von verschiedenen Vereinen, Verbänden und Initiativen, mit dem Ziel der Förderung der Störche im nördlichen Oberrheingraben zwischen Laubenheim und Bingen.  Web-Seite von Rheinauen-Storch

Bis 1975 waren die Störche in unserer Region verschwunden. Eine Initiative in Wiesbaden (Storchengemeinschaft Wiesbaden) machte es sich zur Aufgabe, die Störche wieder bei uns anzusiedeln. Sie war dabei sehr erfolgreich, inzwischen befinden sich wieder über 100 Störche bei uns. In den letzten Jahren haben sich die Störche auf  7 Standorte zwischen Laubenheim und Bingen ausgebreitet. So siedelte sich 2004 ganz ohne menschliche Unterstützung ein Storchenpaar in der Ingelheimer Gemarkung, nahe der Lebertsaue auf einem Pappelstumpf an und zog erfolgreich ein Junges groß. Übersicht über Niststandorte

 Da die Pappel im Frühjahr 2005 samt Nest zusammenbrach, musste dringend geholfen werden. Durch schnelle und gute Zusammenarbeit zwischen der NSGI und der Rheinhessischen wurde rechtzeitig zur Rückkehr der Störche ein neues Nest auf einem Mast erstellt. Die zurückgekehrten Störche nahmen dies auch umgehend in Besitz und zogen erfolgreich 3 Jungstörche auf. Die Bilder der Nisthilfe.

Wenn immer möglich, werden alle Jungstörche mit eindeutigen Kennzeichen, den nummerierten Ringen der Vogelwarte Radolfzell, versehen. Mit der wissenschaftlich begleiteten Beringung wird die Entwicklung der noch jungen Storchenpopulation in Rheinland Pfalz verfolgt. Während der Beringung, durch einen Beauftragten der Vogelwarte Radolfzell, verfallen die Jungstörche im Nest in eine Art Starre. Die Ringe werden jedes Jahr unterschiedlich angebracht. Diese Jahr oberhalb des linken Fersengelenks. Damit ist sichergestellt, dass jeder beringte Storch auch aus der Entfernung eindeutig erkannt werden kann und so seine Entwicklung verfolgt und Maßnahmen zur Förderung der Störche getroffen werden können. (Die Beringung)

Storchennester befinden sich meist in luftiger Höhe und oft auch nahe der Hochspannungsleitungen. Deshalb sind die Storchenbetreuer meist auf die Hilfe der Energieversorger angewiesen. Für das Ingelheimer Storchennest hat die Rheinhessische Energie und Wasserversorgungs  GmbH in dankenswerter Weise Unterstützung geleistet.

Die Gemarkung von Ingelheim gefällt immer mehr Störchen. Am Sporkenheimer Graben baute in 2006 ein Storchenpaar ein Nest, hatte aber keinen Bruterfolg. Wahrscheinlich sind beides Jungstörche, denen es noch an der notwendigen Erfahrung fehlt. Wir werden die weitere Entwicklung an diesem Standort genau verfolgen und die Störche gegebenenfalls mit einer Nisthilfen unterstützen.
Auch dieses Jahr blieb das Storchenpaar in der Sandaue seinem Nest treu und zog erfolgreich Nachwuchs auf. Gegenüber dem Nest, auf dem Damm, wurde eine Hinweistafel angebracht, von der man einen guten Blick auf das Storchennest hat, ohne dabei die Störche zu stören.
Im Storchennest in der Sandaue konnten im Juni 2006, dank der großzügigen technischen Unterstützung durch Boehringer Ingelheim, wieder 3 Jungstörche beringt werden.

Anfang Oktober 2006 verschwand auf rätselhafte Weise die für das Ingelheimer Storchennest angebrachte Info-Box auf dem Rheindeich. Näheres darüber finden Sie im Presseartikel :  AZ 24. Oktober 2006  

Berichte in der lokalen Presse:
Ringe für Jungstörche in luftiger Höhe:  AZ 17. Juni 2005  
Wieder zurück im heimischen Nest:  AZ 26. April 2006  
Ingelheimer Kurier vom 23. Juni 2006 Titelthema: Ingelheimer Storch.
Störche machen Station in Auen:  AZ 1. April 2008  

Im Februar 2011 wurde auf der Harter Au mit Unterstützung der Rheinhessischen Energie- und Wasserversorgungs GmbH eine neue Storchennisthilfe aufgestellt. Gleichzeitig wurde auf der Lebertsaue in der Nähe des Storchennestes ein Plastikstorch auf einem Baum angebracht um den Niststandort für Störche attraktiver zu machen. Siehe dazu den Bericht in der Presse:  AZ  7. Februar.2011

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